Kirche und Familie

Familiengottesdienst in Horw bei Luzern.

Familiengottesdienst in Horw bei Luzern.

Generationenverbindend: Modell der Familienkirche von Lisbeth Zogg, Bern, September 2010.

Generationenverbindend: Modell der Familienkirche von Lisbeth Zogg, Bern, September 2010.

Das Miteinander von Kirche und Familie ist vielschichtiges Geben und Nehmen. Wenn sich Gemeinden auf Familien einlassen und sie fördern, werden sie selbst bereichert. Lernen sie, Familie zu sein? Das LKF nimmt an seiner Tagung am 2. Juni 2012 die Lage von Paaren und Familien in den Blick und stellt neue Ansätze in der Familienarbeit dar.

Mehr Kirchgemeinden suchen derzeit für Familien attraktiver zu werden. Sie fragen: Wie können wir Paare und ganze Familien stützen? Wie können wir das Miteinander der Generationen nachhaltig fördern und der Entsolidarisierung wehren?

Dahinter tauchen jedoch Grundfragen des Kirche-Seins in der Gesellschaft auf, die von Pluralismus und Individualismus geprägt und vielfach versehrt ist. Mehr Menschen leben allein und leiden unter Einsamkeit. Paare trennen sich, weil Lebensentwürfe auseinanderdriften. Labile Patchwork-Familien und alleinerziehende Mütter mehren sich. Die traditionelle Familie wird als solche in Frage gestellt. Zugleich bleibt das Verlangen nach Freundschaft und Verlässlichkeit, ein Grundbedürfnis des Menschen, unverändert bestehen. Dies fordert die Kirche mehr als zuvor heraus, tragende Gemeinschaft zu sein und ein familiäres Miteinander zu gestalten.

Texte und Interviews
Familien stärken
Paaren in der Postmoderne helfen
'Warum haben wir Kinder?'
Guy Bodenmann: Was Paare stark macht
Die vier Säulen der familien-generationenkirche
Michel Müller: Mit Familien unterwegs

Berichte
Bischofszell: Familienfreundliche Kirche
Basel: Segeltörn für Vater und Sohn
Horw: Familien im Unterricht
Riehen: Miteinander leben mit Domino-Effekt

LKF-Papier
Gender Mainstreaming - eine Herausforderung



Familien sind für die Kirchgemeinde kostbar, weil
• sie „Leben“ in die Gemeinde bringen
• mit ihnen die Generationen gleichmässiger vertreten sind
• durch mehrere Generationen mehr Facetten von Gott sichtbar werden
• alle Generationen vom kindlichen Glauben profitieren können
• die Generationen einander mit Erfahrung (ältere Menschen), Energie (Jugendliche), Glauben etc. ergänzen.

Die Kirchgemeinde wird reich durch Familien, weil
• sie mit ihnen lebensnah ist und für andere Familien attraktiver wirkt
• Kinder Gott in einer ganz einfachen, klaren Sprache zeigen können
• Gemeinschaft unter den verschiedenen Generationen gefördert wird, was sonst oft nur bei Familienfesten der Fall

Astrid Schatzmann, Sozialdiakonin, Birr AG
Autor: Peter Schmid     bereitgestellt: 22.02.2012     Besuche: 25 Monat