Reformierte Identität

Karfreitag —  Torinschrift Grossmünster ZH. Bild von Werner Näf. 
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Internet- und Kommunikationsplattform für Kirchen, Kirchgemeinden, Pfarreien und kirchliche Organisationen.

Heinrich Bullinger - Nachfolger Zwinglis —  Bild von Werner Näf. 
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Ostern —  Bild von Werner Näf. 
Torinschrift Grossmünster Zürich. Zur Verfügung gestellt von www.kirchenweb.ch - 
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Die Identität und der Auftrag der reformierten Landeskirche werden in Frage gestellt und verwischt. Das Landeskirchen-Forum vernetzt Reformierte, die als "Handlanger Gottes und Gesellschaft der Freunde" (C. F. Spittler) zur Klärung und Ermutigung beitragen wollen.

Wir setzen bei den reformatorischen Grundlagen an: Keine Zukunft ohne Herkunft! In Tagungen und Gesprächen wollen wir herausarbeiten, welche der Anliegen, die unsere reformierte Tradition geprägt haben, bleibend wichtig sind und wie wir diese Grundanliegen heute ernst nehmen können – nach dem Grundsatz "ecclesia reformata semper reformanda secundum verbum Dei" (reformierte Kirche, immer zu reformieren gemäss dem Wort Gottes).

Die Reformatoren haben die Kirche als ‚creatura verbi‘, als Schöpfung des Wortes Gottes, bezeichnet. Sie gingen zur Heiligen Schrift zurück, um die Lehre vom Heil und das Verständnis der Sakramente zu klären und Zuversicht für ihre Aufgabe zu schöpfen. Reformierte Identität klärt sich im gemeinsamen, vom Heiligen Geist geleiteten Hören und Bewegen von Gottes Wort, dem das Handeln folgt.
Mehr:
Reformierte Identität heute
Ecclesia semper reformanda
Die Reformatoren zur Bibel
Die Reformatoren zur Einen Kirche
Die Reformatoren zu Abendmahl und Taufe

"Von Christus reden heisst aber in reformierter Tradition wesentlich:
In eine bestimmte Situation hinein Christus als den 'Herrn' oder das alleinige 'Haupt' zu bezeugen, wie wir von Zwingli gehört haben, und so gegen andere, irdische Herrschaften und Mächte, die nach uns greifen, Einspruch erheben. Entsprechend dem urchristlichen Ruf: 'Kyrios Jesus'.
Diese Sprache klingt in manchen heutigen Ohren etwas gar nach Patriarchat oder Absolutismus. Ist eine Skepsis gegen allzu unbedachte 'Herr'lichkeit gewiss nicht unberechtigt: Sie darf uns dennoch den Blick für die Wirklichkeit nicht verstellen, in die dieses Bekenntnis hineinsprechen will. Denn faktisch ist unsere Welt doch ein Spiel von Mächten und Gewalten, auch wenn sich deren Erscheinungsbilder wandeln können.
Die Frage ist nur, welche Mächte letztlich das Sagen haben, und welche Autoritäten wir über unsere Identitäten bestimmen lassen. Das Bekenntnis zur Macht und Herrschaft Christi steht aller menschenfeindlichen Herrschaft entgegen, nämlich aller Herrschaft, die Menschen über Menschen ausüben. Den Gesetzen der Vergeltung und des Nationalismus, den Gesetzen des Marktes, den Gesetzen der Unterhaltungsindustrie, den Gesetzen des 'man macht es heute einfach so'..."
- Peter Opitz vor dem Landeskirchen-Forum, 4. November 2006
Autor: Peter Schmid     bereitgestellt: 23.03.2010     Besuche: 31 Monat