| Vom 14.-16. Juni 2011 fand die erste Land-Kirchen-Konferenz der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) im thüringischen Gotha statt. Rund 70 Teilnehmende aus allen 22 deutschen Landeskirchen arbeiteten an der Herausforderung, wie kirchliche Präsenz in sich zunehmend ausdünnenden ländlichen Räumen zukünftig aussehen kann. Dabei wurde klar: Es braucht Mut zum Loslassen. „Bei welchen Aufgaben sagen wir Nein, um dafür andere, zukunftsweisende Aufgaben angehen zu können?“ Laut Katrin Göring-Eckardt, Leiterin der EKD-Synode und der Steuerungsgruppe für den EKD-Reformprozess „Kirche im Aufbruch“, ist der Rückbau überdimensionierter Strukturen vielerorts schwierig. Nur eine klare Konzentration und mutige Prioritätensetzung könne ehrenamtliche wie hauptamtliche Mitarbeitende in den Gemeinden langfristig davor bewahren auszubrennen. Denn wo eine Pfarrerin oder ein Pfarrer nicht weniger als 18 Gemeinden mit 13 Kirchen betreuen muss, ist eine kritische Schwelle überschritten – die Präsenz von Kirche geschieht auf Kosten jener Menschen, die in diesen Strukturen arbeiten. Die finnische Prozessbeobachterin Aulikki Mäkinen trug die in ihrem Land gemachte Beobachtung bei, dass es zwar kein Problem sei, mit wenigen Christen auf weitem Raum gelingende Gemeindearbeit zu gestalten – ein Problem seien eher zu kleine Reformschritte, die ohne Ruhepause aufeinander folgten. |
| EKD-Reformprozess ‚Kirche im Aufbruch‘: Zentrum Mission in der Region Mut tut gut: Website des Zentrums Mission in der Region Kirche für das Dorf: Projekte und Ideen Vorschau auf die Tagung in Gotha Bericht von der Tagung in Gotha Zurück zum Dossier |