
Alpgottesdienst am Glaspass im Bündnerland.

Das Kirchlein von Tschappina auf dem Heinzenberg.

In Juf, dem höchstgelegenen Dorf des Averstals.
| Die Bündner Landeskirche soll bei der Totalrevision ihrer Kirchenverfassung die 120 Kirchgemeinden zu 19 Regionalgemeinden zusammenlegen. Dies schlägt eine Arbeitsgruppe vor. Gemäss dem Entwurf einer neuen Verfassung, der im Mai 2011 vorgestellt wurde, würde die Hälfte dieser 19 Gemeinden weniger als 3000 Mitglieder zählen, vier über 6000. Eine würde das Domleschg umfassen, eine das Unterengadin und das Münstertal, eine weitere 15 bisherige Gemeinden zwischen Andeer und der Tessiner Grenze. Die Kirche verfolgt dabei das Ziel, „lebendige, christliche Gemeinschaften auf Ortsebene zu erhalten, zu schaffen und zu fördern“; zu diesem Ziel sind weiterhin Teilgemeinden möglich. Die Landeskirche sei „parochial strukturiert“, heisst es im Vorentwurf. Mit der Zusammenleung werde der Aufwand für Leitung und Administration sinken. Die Kirche will mit der Totalrevision gesellschaftlichen Megatrends (u.a. losere Mitgliederbindung) Rechnung tragen. „Grössere Gemeinden ermöglichen ein breiteres Angebot an kirchlichen Aktivitäten, durch welche auch kirchenferne Mitglieder oder gar Nichtmitglieder angesprochen oder zu Beteiligung und Engagement gewonnen werden können“. In den Gemeindevorständen sollen Pfarrpersonen und kirchliche Mitarbeiter (Sozialdiakone, Katechetinnen usw.) neu mit Stimmrecht Einsitz nehmen. Die Mitarbeitenden sollen vermehrt gemäss ihren Begabungen und Eignungen arbeiten können. Die Kirche will einen einheitlichen Steuersatz schaffen und die Mittel den Gemeinden pro Kopf zuteilen. In der Zeitung reformiert. nahmen Lini Sutter, die Präsidentin des Kirchenrats, und Andrea Brüesch, Leiter der Spurgruppe, Stellung zu den Vorschlägen. Die Randregionen fürchteten, weniger mitbestimmen zu können, räumte Sutter ein, vor allem finanziell. Laut Brüesch hat nur „eine massive Reduktion der Kirchgemeinden Zukunft. Wir können nicht fünfzig Jahre warten.“ Die Probleme der Bündner Kirche wurden an einer Tagung in Davos erörtert. Man stellte laut Andrea Brüesch fest, „dass die Jungen in der Kirche fehlen, ein Gärtlidenken stattfindet, mehr Teamarbeit gewünscht wird“. In grösseren Gefässen könne das Personal mehr nach seinen Fähigkeiten und Kompetenzen eingesetzt werden. „Das setzt Ressourcen frei und motiviert.“ Die Zusammensetzung der Grosskirchgemeinden sei nicht in Stein gemeisselt. |
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