| Wie kann und soll der reformierte Predigtgottesdienst im 21. Jahrhundert gestaltet werden, damit die Kirche im Dorf bleibt und das Volk Gottes genährt wird? Das Landeskirchen-Forum fragt, wie Junge Gottesdienste gestalten und wie Gemeinden ihre Innovationslust aufnehmen. Zugleich will es die traditionsbewusste Erneuerung des Gottesdienstes fördern. Innovation und Tradition des reformierten Gottesdienstes Zu diesem Thema fand am 30. Oktober 2010 in St. Gallen eine Tagung von LKF und St. Galler Kirche statt. Kirchenratspräsident Dölf Weder schilderte die Herausforderungen und die Schritte, die die Kirche zwischen Bodensee und Walensee in den letzten Jahren gegangen ist. LKF-Präsident Pfr. Alfred Aeppli formulierte mit Beispielen aus seiner Kirchgemeinde Leitlinien für die innovative Gestaltung reformierter Gottesdienste. Sechs Workshops boten Einblicke in gelingende Arbeiten. Bericht von der Tagung Vortrag von Alfred Aeppli: Reformierte Gottesdienste innovativ gestalten |
| Dossier Neue Gottesdienste Christian Peyer: Jugendlichen Raum für eigene Formen geben Ralph Kunz: Diversität zulassen und das Gemeinsame pflegen Dieter Bühler: Vier Gottesdienstformen – eine Gemeinde Kathrin Börlin: Phantasievolle Kinderkirche Andreas Bänziger und Irene Felix: Familienfreundlicher Gottesdienst Bernhard Jungen: Neue Gottesdienstformen – eine kritische Selbstbefragung Johannes Bodmer: Den Gottesdienst sanft erneuern Daniel von Orelli: SonntagsPraise Markus Dolder: Singen in der ThomasFyr Michael Landwehr: Für Junge und Junggebliebene Stephan Müller: Gottesdienst anders Alfred Aeppli: Gottesdienste erneuern – Gemeinde entwickeln Alex Juvet: Célébrations des jeunes Peter Schmid: Gottesdienst feiern (Editorial LKF-Bulletin) Thesen zur missionarischen Dimension des Gottesdienstes Die Thesen wurden erarbeitet in einer Arbeitsgruppe "Neue Gottesdienste" unter der Leitung von Ralph Kunz (Universität Zürich) und Karl Flückiger (Gemeindedienste, ev.-ref. Landeskirche Zürich). |
| "Wollen wir als reformierte Kirche mit unseren Gottesdiensten öffentlich präsent bleiben, so kann nicht alles bleiben, wie es ist. Doch bei aller Veränderung sollten wir uns nicht von den Wurzeln lösen, die uns tragen. In der Spannung zwischen Tradition und Innovation sind die Gottesdienste so zu gestalten, dass Menschen Gott begegnen können und verändert in den Alltag hinaus gehen. Die vier liturgischen Schritte – bereit für Gott, berührt vom Wort, bewegt zur Antwort, begleitet vom Segen – ermöglichen eine vielseitige Gestaltung. Die traditionellen reformierten Elemente können erhalten bleiben, und gleichzeitig eröffnet sich ein Freiraum für eine innovative Gestaltung. Kirchlich beheimatete Gemeindeglieder werden die gesuchte Geborgenheit finden. Distanzierte Teilnehmende erkennen die Feier als Gottesdienst, sind aber durch die zeitgemässe Gestaltung meistens überrascht und mehrheitlich positiv angesprochen. So können hier und dort Gemeinden wachsen gegen den Trend." - Pfr. Alfred Aeppli an der LKF-Tagung, 30. Oktober 2010, in St. Gallen |