| cs. Auch Christen „haben“ nicht die Wahrheit. Wenn es gut geht, sind und leben sie in ihr (2. Joh 1; 3. Joh 1.3.4). Das heisst, christlicher Glaube geht nicht auf in einem System von Glaubensaussagen. Er ist aber auch nicht zu formulieren ohne diese, da christlicher Glaube die konkrete Geschichte Gottes mit Israel, die in Jesus Christus gipfelt, erzählt. Christlicher Glaube ist überzeugt, dass dieses Offenbarungshandeln Gottes in der Geschichte allgemeine Bedeutung für alle Menschen hat. Wahrheit und Geschichte sind nach christlichem Verständnis nicht zu trennen. Christen verkünden nicht sich selbst, sondern Jesus Christus als den Herrn (2. Kor 4,5). Christlicher Glaube und Mission ist also nicht Selbst-Behauptung, sondern Verweis auf Jesus Christus, der der Weg, die Wahrheit und das Leben ist. Christlicher Glaube behauptet diese Exklusivität im Angesicht eines religiösen Pluralismus. Er legt Zeugnis ab inmitten der Pluralität, „auf Augenhöhe“ inmitten eines konkurrierenden religiösen Angebots; er aber ist nicht Teil eines religiösen Pluralismus. |
| Materialien von der LKF-Tagung über interreligiösen Dialog, 6. Juni 2009 Thesen von Heinzpeter Hempelmann: Positionen und Probleme eines religiösen Pluralismus Thesen von Shafique Keshavjee: Interreligiöser Dialog und Verkündigung des Evangeliums Kurzvortrag von Martin Breitenfeldt: Christliche Mission im multireligiösen Kontext Zusammenschau der Thesen der Berner Tagung Tagungsbericht: Interreligiöser Dialog im Sog des Pluralismus |
| Weitere Dokumente SEK: Wahrheit in Offenheit, Der christliche Glaube und die Religionen Texte Islam und Christentum |