• Berichte

    Sind Christen willens und fähig, der säkularen Gesellschaft im Niedergang einen neuen Weg zu Gerechtigkeit und Glück aufzuzeigen? Dave Landrum von der Britischen Evangelischen Allianz gehen die sozialen Missstände unter die Haut. Gläubige, die sich für ihre Mitmenschen einsetzen und die richtige Sprache finden, haben eine historische Chance.

    Die pluralistische Demokratie lebt von der Äusserung und Diskussion verschiedener, auch religiöser Überzeugungen. Glaube gehört in die Öffentlichkeit. Dies unterstreicht die Schweizerische Evangelische Allianz SEA in einem Papier und mit ihrer Bettagsresolution.

    Der Zürcher Kirchenrat will kleine Kirchgemeinden zum Zusammenschluss bewegen. Sie sollen mit 5'000-7'000 Mitgliedern attraktiver sein und ein besseres Gemeinschaftserlebnis bieten. Die Kirchensynode berät Mitte September über das kontroverse Vorhaben.

    Nach schwerer Krankheit ist Ruedi Reich, bis 2010 Vorsteher der Zürcher reformierten Landeskirche, am 12. August verstorben. Der Kirchenratspräsident, der die Reformatoren liebte und den Täufern die Hand reichte, unterstützte das Landeskirchen-Forum als Mitglied des Patronatskomitees.

    Der Pfarrberuf ändert sich im Umbruch zur postchristlichen Gesellschaft, in der viele Menschen ihre spirituelle Suche autonom gestalten wollen. Pfr. Thomas Schaufelberger, seit 2010 für die Aus- und Weiterbildung der Pfarrer im Deutschschweizer Konkordat zuständig, äussert sich im LKF-Interview zur Bedeutung biblischer Geschichten und zu Experimenten im Pfarramt.

    Wer aus der staatlich verfassten römisch-katholischen Kirche austritt, muss nicht den Verzicht auf seine Konfession erklären. Dies hat das Bundesgericht in Lausanne am 9. Juli entschieden, mit Berufung auf die Religionsfreiheit des Einzelnen.

    „«Auf dem Markt der Möglichkeiten überlebt, wer Profil zeigt. Ist das Wort der Kirche wiedererkennbar und profiliert, wird es auffallen und ankommen.»“ Dies schreibt der Zürcher Kirchenrat in seinen Legislaturzielen 2012-2016.

    Miteinander bringen Christen den Glauben zum Ausdruck: Weltweit sprechen sie im Gottesdienst das Bekenntnis. Nicht so die Schweizer Reformierten, die seit dem 19. Jahrhundert ohne verbindendes Bekenntnis auskommen. Der Kirchenbund will nach einer Vernehmlassung vorerst das Gespräch über Glaubensinhalte fördern.

    Das Nationale Forschungsprogramm NFP 58 «„Religionsgemeinschaften, Staat und Gesellschaft» hat sich mit dem Verhältnis von Säkularität und religiöser Vielfalt befasst. Je mehr Schweizer sich von den Kirchen distanzieren, desto mehr wächst der Einfluss der Medien, die Negatives betonen und Sachverhalte überspitzen.

    Theologen in der Romandie lancieren das Projekt einer evangelischen Fachhochschule. Sie reagieren damit auf die Krise der Pfarrerausbildung in der Westschweiz. Im Mai hat die Gruppe das Konzept einer Haute école de théologie protestante (HET-PRO) zu Papier gebracht. Nun soll es in Kirche und Öffentlichkeit diskutiert werden.

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