Paul Wellauer in den Thurgauer Kirchenrat gewählt

Der Bischofszeller Pfarrer Paul Wellauer ist von der Synode am 6. Dezember als sechstes Mitglied in den Kirchenrat der Thurgauer Landeskirche gewählt worden.

Paul Wellauer, 54, bekam im dritten Wahlgang mit 53 Stimmen das absolute Mehr von 105 gültigen Stimmen, der Aadorfer Pfarrer Steffen Emmelius 52 Stimmen. Die beiden Diakone Stefan Keller, Tägerwilen-Gottlieben, und Hanspeter Rissi, Kreuzlingen, hatten ihre Kandidatur nach dem ersten Wahlgang zurückgezogen.

Die Wahl eines sechsten Kirchenrates war nötig geworden, nachdem die Synode im Juli die nicht ordinierte Theologin Prof. Dr. Christina Aus der Au zur Nachfolgerin von Kirchenratspräsident Pfr. Wilfried Bührer gewählt hatte. Die Kirchenverfassung fordert, dass dem Kirchenrat mindestens zwei Ordinierte (Pfarrpersonen oder Diakoninnen und Diakone) angehören müssen.

Das Budget 2022 wurde einstimmig angenommen. Es rechnet mit Einnahmen von 6.2 Millionen und Ausgaben von 6.4 Millionen Franken. Eine Teilrevision der Besoldungsverordnung für katechetisch und sozial-diakonisch Tätige in den Kirchgemeinden räumt diesen einen grösseren Ermessenspielraum ein. Zudem kann der Kirchenrat künftig Baubeiträge an kleine Gemeinden flexibler vergeben.

Im Synodegottesdienst, den Pfarrer Wilfried Bührer letztmals als Kirchenratspräsident leitete, wurden drei neue Mitarbeiterinnen der Landeskirche vorgestellt und in ihre Aufgaben eingesetzt: Diakonin Flavia Hüberli leitet die Innovationsstelle «Start-up Kirche», Rahel Arizmendi Martinez-Bitzer führt das Projekt «Next Generation». Claudia Koch übernimmt die Informations- und Öffentlichkeitsarbeit.

Quelle Text und Bilder: Evangelische Landeskirche des Kantons Thurgau